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Leadership Wissen · Schwierige Gespräche

Schwierige Gespräche führen: Anlässe, Haltung, Beispiele

Warum dir gerade deine Gespräche schwerfallen, welche Anlässe in der Führung typisch sind und wie du sie klar und wertschätzend führst. Mit Beispielen und einem Selbstcheck.

Von Arne Stoschek14 Minuten LesezeitStand Oktober 2026

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Gespräch ist schwierig, weil es dich herausfordert. Welches Gespräch das ist, hängt stark davon ab, wie du tickst.
  • Hinter der Scheu vor einem Gespräch steckt meist eine Überzeugung, etwa die Sorge, abgelehnt zu werden oder Schwäche zu zeigen.
  • Funktionale Gesprächsführung beginnt mit einer klaren Absicht und endet mit einer Vereinbarung.
  • Schwierige Gespräche lassen sich trainieren. Wer sie vorher übt, führt sie im Ernstfall ruhiger und kürzer.

Jede Führungskraft hat ein Gespräch, um das sie seit Wochen herumschleicht. Bei der einen ist es die Ansage an den langjährigen Mitarbeiter, dessen Arbeit nicht mehr reicht. Beim anderen ist es die Entschuldigung bei der Kollegin, die er im Meeting vor allen abgekanzelt hat. Von außen betrachtet sind beide Gespräche gut machbar. Von innen fühlen sie sich an wie ein Berg. Dieser Artikel zeigt, warum dir gerade deine Gespräche schwerfallen, welche Anlässe in der Führung typisch sind und wie du schwierige Gespräche so führst, dass danach etwas besser ist.

Was macht ein Gespräch schwierig?

Ein schwieriges Gespräch ist eines, bei dem du etwas ansprechen willst oder musst und spürst, dass es unangenehm werden könnte. Vielleicht fürchtest du die Reaktion deines Gegenübers. Vielleicht weißt du nicht, wie du anfangen sollst. Oder du schiebst es auf, weil die Sache ja vielleicht von selbst verschwindet.

Spannend ist, dass dasselbe Gespräch für zwei Führungskräfte völlig unterschiedlich schwer ist. Die eine trennt sich ruhig von einem Mitarbeiter und tut sich schwer damit, einem anderen ein Lob auszusprechen. Der andere sagt problemlos, was ihm gefällt, und bekommt feuchte Hände, wenn er eine Gehaltsforderung ablehnen soll. Ein Gespräch wird also selten durch seinen Inhalt schwierig. Schwierig wird es durch das, was es in dir auslöst.

Dabei muss es gar nicht um Kündigung oder Abmahnung gehen. Oft sind es kleine Dinge. Ein abfälliger Kommentar über einen Kunden im Teammeeting, eine Erwartung, die nie ausgesprochen wurde, ein Satz, bei dem du nicht weißt, wie er gemeint war. Solange so etwas unausgesprochen bleibt, steht es zwischen euch und bremst die Zusammenarbeit.

Warum fällt dir gerade dieses Gespräch schwer?

Das Wort Nein kann jeder aussprechen, und jeder kann einen Satz der Kritik formulieren. Am Können liegt es also selten. Was dich bremst, ist eine Überzeugung, die sich irgendwann in deinem Leben gebildet hat und heute im Hintergrund mitläuft. Sie entscheidet, welche Gespräche dir leichtfallen und um welche du einen Bogen machst.

Zwei Muster begegnen uns in Trainings besonders häufig.

TypWas leichtfälltWas schwerfälltDie Überzeugung dahinter
Der harte HundKlare Ansagen und Leistung einfordernEmpathische Fragen stellen oder sich entschuldigen„Wer Gefühle zeigt oder Fehler zugibt, verliert Respekt.“
Der People PleaserZuhören und für gute Stimmung sorgenEine klare Ansage machen oder jemanden stoppen, der in die falsche Richtung läuft„Wenn ich unbequem bin, mögen mich die Leute nicht mehr.“

Beide Überzeugungen haben ihren Ursprung oft in Erfahrungen aus der Kindheit oder aus früheren Jobs. Dort waren sie vielleicht sogar nützlich. In der Führung werden sie zum Hindernis. Der harte Hund verliert Menschen, die sich nicht gesehen fühlen. Der People Pleaser verliert die Leistungsträger, die sich Klarheit wünschen und Mittelmaß nicht mehr mittragen wollen.

Für People Pleaser hilft ein Gedanke besonders. Als Führungskraft wirst du von einem Teil der Menschen abgelehnt, ob du willst oder nicht. Du kannst dir aussuchen, wofür. Für zu viel Klarheit oder für zu viel Nettigkeit. Gar nicht abgelehnt zu werden, steht nicht zur Wahl. Die Hoffnung, dass Nettigkeit automatisch zu Zustimmung führt, ist ein stiller Deal, den nie jemand unterschrieben hat.

Für harte Hunde gilt das Gegenstück. Eine Entschuldigung kostet keine Autorität. Wer offen sagt, dass er übers Ziel hinausgeschossen ist, wird für sein Team berechenbarer und glaubwürdiger. Verhalten folgt dem Selbstbild. Wer sich nur als Macher sieht, wird empathische Gespräche meiden, bis er dieses Bild erweitert.

Die hilfreichste Frage vor jedem schwierigen Gespräch lautet deshalb. Was genau befürchte ich, wenn ich dieses Gespräch führe? Wenn du die Befürchtung aussprichst, verliert sie meist einen Teil ihrer Macht. Oft zeigt sich, dass die schlimmste Folge erstaunlich harmlos ist.

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Führung oder Beliebtheit

Musst du als Chef zwischen Respekt und Beliebtheit wählen? Im Finale der People Pleaser Serie zeigen Arne und Jörg, warum klare Führung beides möglich macht.

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Welche schwierigen Gespräche gibt es in der Führung?

Die Zahl der Gesprächsanlässe ist groß, und fast jeder davon kann für jemanden schwierig sein. Diese Übersicht zeigt typische Situationen und was sie unangenehm macht.

AnlassBeispielWarum es schwierig ist
Absage an BewerberNach dem dritten Gespräch sagst du Julia ab, die sich schon auf den Job gefreut hat.Du enttäuschst jemanden, der nichts falsch gemacht hat.
OnboardingAm ersten Tag sagst du Ben, was du in den ersten drei Monaten konkret von ihm erwartest.Klare Erwartungen fühlen sich am Anfang streng an, obwohl sie Orientierung geben.
ProbezeitDu sagst Lena, dass die Probezeit nicht bestanden ist, wenn sich zwei Punkte bis zum Monatsende nicht ändern.Du musst eine Konsequenz aussprechen und dazu stehen.
LeistungTim liefert seit Monaten Ergebnisse, die nicht reichen.Du kritisierst die Arbeit eines Menschen, den du magst.
EmotionenSandra wird im Gespräch laut, Jonas beginnt zu weinen.Du musst die Reaktion aushalten, ohne das Thema fallen zu lassen.
WiderworteMarkus widerspricht jeder Vorgabe vor dem ganzen Team.Deine Rolle wird öffentlich infrage gestellt.
Projekt wegnehmenDu übergibst Annas Lieblingsprojekt an eine Kollegin.Du nimmst jemandem etwas, das ihm wichtig ist.
VermittelnZwei Teamleiter streiten seit Wochen über Zuständigkeiten.Beide erwarten, dass du ihnen recht gibst.
Konflikt klärenEin Satz im Meeting hat dich geärgert, und seitdem ist die Stimmung zwischen euch angespannt.Du bist selbst Teil des Konflikts.
EntschuldigungDu hast einen Mitarbeiter vor Kunden bloßgestellt.Du musst eigene Fehler offen zugeben.
TrennungDu kündigst einem Mitarbeiter nach zehn Jahren.Die Entscheidung hat große Folgen für einen Menschen.
GehaltEine Mitarbeiterin fordert eine Erhöhung, die du nicht geben kannst.Du sagst Nein zu jemandem, den du halten willst.
Nach obenDeine Chefin will ein zusätzliches Projekt, und dein Team ist am Limit.Du widersprichst jemandem, der über dir steht.
Kunden nachverhandelnDer Kunde will mehr Leistung zum gleichen Preis.Du riskierst einen Auftrag, an dem Umsatz hängt.
Mehraufwand abrechnenDeine Agentur hat ungeplant 30 Stunden mehr gebraucht, und der Kunde weiß noch nichts davon.Du überbringst eine Nachricht, die der andere nicht hören will.

Geh die Liste einmal in Ruhe durch und markiere innerlich die zwei, drei Anlässe, bei denen dein Puls steigt. Genau dort lohnt sich Übung. Für Gespräche mit Mitarbeitenden, die schon belastet sind, findest du einen ausführlichen Leitfaden unter schwierige Mitarbeitergespräche führen.

DialogLab · KI-Gesprächstraining

Welches Gespräch aus der Liste übst du zuerst?

Im DialogLab spielst du schwierige Gespräche mit KI-Charakteren durch, bevor du sie im echten Leben führst. Danach bekommst du eine Auswertung deiner Gesprächsführung.

Startseite von DialogLab

Wie bereitest du ein schwieriges Gespräch vor?

Die meisten schwierigen Gespräche werden schwierig, weil die Vorbereitung fehlt. Wer unvorbereitet hineingeht, redet um den heißen Brei herum und hofft, dass der andere von selbst merkt, worum es geht. Das klappt fast nie. Vier Fragen reichen für eine gute Vorbereitung.

  1. Was ist meine Absicht? Was soll nach dem Gespräch zwischen euch anders sein? Zum Beispiel, dass ihr wieder unbelastet zusammenarbeitet.
  2. Was ist passiert? Schreib die Situation so auf, wie eine Kamera sie aufgenommen hätte. Ohne Urteil und ohne Vermutungen über Motive.
  3. Was erwarte ich künftig? Formuliere ein Verhalten, das man beobachten kann, und einen Termin.
  4. Was befürchte ich? Sprich deine Befürchtung für dich aus und prüf, wie wahrscheinlich sie ist.

Die zweite Frage verdient besondere Aufmerksamkeit. „Du bist unzuverlässig“ ist eine Deutung. „Du hast die letzten beiden Berichte nach der Frist geschickt“ ist eine Beobachtung. Auf Beobachtungen reagieren Menschen meist sachlich, auf Deutungen mit Verteidigung. Wer das sauber trennt, macht das Gespräch für beide leichter.

Überleg dir außerdem, was du tust, wenn dein Gegenüber Nein sagt. Ein schwieriges Gespräch ohne Plan für diesen Fall endet oft in einem faulen Kompromiss.

Wie steigst du in ein schwieriges Gespräch ein?

Viele beginnen mit der Geschichte. „Letzte Woche im Meeting, da hast du beim Punkt mit dem Kunden gesagt, dass …“ Dein Gegenüber weiß in diesem Moment nicht, worum es geht. Ist das eine Rüge, oder kommt gleich eine Abmahnung? Die Unsicherheit macht die Person vorsichtig, und das Gespräch wird zäh.

Wirksamer ist es, die eigene Absicht zuerst auszusprechen. Damit weiß die andere Person sofort, worum es dir geht und worum nicht.

Führungskraft

„Patrick, seit dem Teammeeting am Dienstag steht etwas zwischen uns, und das möchte ich klären. Mir ist wichtig, dass wir unbelastet zusammenarbeiten. Du hast über die Firma Schneider gesagt, von denen bekomme man die Unterlagen sowieso nie pünktlich. Das hat mich geärgert, weil ich möchte, dass wir über Kunden wertschätzend sprechen. Wie hast du das gemeint?“

In wenigen Sätzen sind Absicht, Situation, Wirkung und eine ehrliche Frage gesagt. Das Gespräch wird dadurch meist deutlich kürzer, als wenn du um das Thema herumredest.

Für Leistungsthemen eignet sich die Skala von 1 bis 10 als Einstieg. „Wie zufrieden bist du mit der Präsentation von gestern, auf einer Skala von 1 bis 10?“ Sagt dein Gegenüber acht und du siehst eine sechs, habt ihr einen sachlichen Ausgangspunkt. Bereite dafür vor, welche konkreten Punkte zur höheren Zahl fehlen. Dann geht es um das Ergebnis und weniger um Personen.

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Schwierige Gespräche ganz easy

Arne und Jörg zeigen, wie dir die Skala von 1 bis 10 hilft, Kritisches wertschätzend anzusprechen, gerade wenn dir klare Ansagen schwerfallen.

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Wie führst du ein schwieriges Gespräch Schritt für Schritt?

Eine Reihenfolge im Kopf gibt dir Halt, gerade wenn das Gespräch emotional wird. Diese sechs Schritte funktionieren für die meisten Anlässe aus der Übersicht.

  1. Absicht nennen. Sag zuerst, was dir für eure Zusammenarbeit wichtig ist.
  2. Situation beschreiben. Nur das, was passiert ist, ohne Bewertung.
  3. Wirkung erklären. Was hat dadurch nicht funktioniert, für dich oder für den Kunden?
  4. Neugierig fragen. Wie sieht dein Gegenüber die Sache, und was hatte es vor?
  5. Erwartung formulieren. Konkret und so, dass man sie überprüfen kann.
  6. Vereinbarung treffen. Hol dir eine Zusage ab. „Kann ich mich darauf verlassen?“

Achte im fünften Schritt auf deine Worte. „Ich wünsche mir, dass du künftig die Vorlage nimmst“ ist ein Wunsch, und einen Wunsch darf man ablehnen. Wenn du eine Erwartung hast, sprich sie als Erwartung aus. „Ich erwarte, dass du für Kundenpräsentationen ab sofort die Vorlage nutzt.“

Im sechsten Schritt geht es um Verbindlichkeit. Ein Gespräch kann sehr harmonisch verlaufen und trotzdem nichts verändern, wenn am Ende nur ein Einverständnis steht. Eine Zusage ist etwas anderes. Auch ein „Finde ich nicht gut, aber ich mache es“ ist eine vollwertige Zusage. Wie du ein Gespräch so beendest, dass danach wirklich etwas passiert, beschreibt der Artikel Mitarbeitergespräch führen.

Was tust du, wenn dein Gegenüber emotional wird?

Emotionen sind der Grund, warum viele Führungskräfte schwierige Gespräche meiden. Dabei zeigen sie meist nur, dass ein Thema jemandem wichtig ist.

Wird jemand laut, bleib ruhig und benenne, was du wahrnimmst. „Ich merke, dass dich das sehr ärgert.“ Wenn es nicht weitergeht, unterbrich das Gespräch und vereinbare einen neuen Termin für den nächsten Tag. Das Thema bleibt dabei auf dem Tisch.

Weint jemand, halte den Moment aus. Biete ein Taschentuch oder ein Glas Wasser an und frag, ob ihr eine kurze Pause machen sollt. Tränen bedeuten nicht automatisch, dass du zu hart warst.

Kommen Widerworte, unterscheide zwischen sachlichem Widerspruch und Machtprobe. Sachlicher Widerspruch ist wertvoll, und du solltest ihn ernst nehmen. Geht es um eine Machtprobe vor dem Team, sprich das unter vier Augen an. „Mir ist aufgefallen, dass du meinen Vorgaben im Meeting regelmäßig widersprichst. Ich möchte verstehen, was dahintersteht.“ Wie du mit diesen Reaktionen in einem Kritikgespräch umgehst, zeigt der Artikel Kritikgespräch führen.

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Welches Gespräch schiebst du gerade vor dir her?

Impulse für deine Haltung als Führungskraft bekommst du in unserer WhatsApp Community direkt aufs Handy. Kostenfrei, anonym und ohne Spam.

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Wie sagst du deiner Chefin Nein?

Schwierige Gespräche gibt es auch nach oben. Viele Führungskräfte sagen ihrem Team problemlos Nein und fangen an zu schwitzen, sobald die eigene Chefin etwas will. Das zeigt, dass es keine Frage der Fähigkeit ist. Meist wirkt eine alte Befürchtung, was passiert, wenn man einer Autorität widerspricht.

Hilfreich ist es, die Konsequenzen sichtbar zu machen. Deine Chefin sieht nicht, wie voll deine Liste ist. „Wenn ich das übernehme, verschiebt sich das Kundenprojekt um zwei Wochen. Ist das für dich in Ordnung?“ Damit gibst du ihr eine Wahl. Auch die Skala hilft. „Wie wichtig ist dir diese Aufgabe auf einer Skala von 1 bis 10?“ Manchmal stellt sich heraus, dass es nur ein Gedanke war.

Wenn dir spontane Zusagen herausrutschen, gewöhn dir eine neue Standardantwort an. „Ich schaue mir das an und melde mich in einer Stunde.“ So trennst du Reiz und Reaktion und kannst in Ruhe prüfen, ob du die Aufgabe übernehmen willst.

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In den kostenfreien Webinaren geht es um Mitarbeitergespräche und die häufigsten Führungsfehler. Mit offenem Q&A am Ende.

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Wie führst du schwierige Gespräche mit Kunden?

In Agenturen und Beratungen gehören Gespräche mit Kunden zu den unangenehmsten. Ein Kunde will mehr Leistung, ohne mehr zu zahlen. Oder ihr habt deutlich mehr Stunden gebraucht als geplant, und das muss jemand ansprechen.

Hier gilt dieselbe Logik wie im Team. Wer den Mehraufwand erst mit der Rechnung erwähnt, macht aus einer Information einen Konflikt. Sprich das Thema an, sobald du es erkennst, und beschreib sachlich, was passiert ist. „Die Abstimmungsrunden haben sich von zwei auf fünf erhöht. Das sind rund 30 Stunden über dem Angebot. Ich möchte mit dir besprechen, wie wir damit umgehen.“ Danach fragst du, wie dein Kunde die Situation sieht, und schlag eine Lösung vor.

Der Satz kostet Überwindung. Er kostet aber deutlich weniger als ein Kunde, der sich überrumpelt fühlt, oder ein Projekt, an dem ihr dauerhaft draufzahlt.

DialogLab · KI-Gesprächstraining

Probier den schwierigen Satz aus, bevor es ernst wird

Ob Gehaltsforderung oder ein Kunde, der nachverhandelt. Im DialogLab übst du mit KI-Charakteren, die realistisch reagieren, und siehst danach, wo du klarer werden kannst.

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Welche Fehler machen schwierige Gespräche noch schwieriger?

FehlerWas er bewirktWas stattdessen funktioniert
AufschiebenAus einer Kleinigkeit wird ein KonfliktAnsprechen, sobald du merkst, dass etwas zwischen euch steht
Um den heißen Brei redenDein Gegenüber rätselt, worum es gehtDie Absicht in den ersten zwei Sätzen nennen
Urteilen statt beschreibenDein Gegenüber verteidigt sichBeschreiben, was passiert ist
Wunsch statt ErwartungDie andere Person darf ablehnen und tut esErwartungen klar als Erwartung aussprechen
Ende ohne ZusageAlles bleibt, wie es warEine Vereinbarung mit klarer Zusage treffen
Zwischen Tür und AngelKeine Zeit für Fragen und ReaktionenEinen ruhigen Termin unter vier Augen ansetzen

Viele Führungskräfte halten sich für schlecht in schwierigen Gesprächen, weil sie zu den wenigen Gesprächen, die sie führen, keine Rückmeldung bekommen. Dabei reicht oft eine einzige Veränderung, etwa die Absicht zuerst zu nennen, und das nächste Gespräch läuft spürbar anders.

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Selbstcheck: Wie gehst du mit schwierigen Gesprächen um?

Zehn Aussagen, je ein Klick. Denk an die letzten vier Wochen und hak nur ab, was wirklich so war.

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Klick die Aussagen an, die auf dich zutreffen.

Ein Impuls zur Selbstreflexion, kein wissenschaftlicher Test.

Kann man schwierige Gespräche trainieren?

Ja. Leadership ist Übungssache, und schwierige Gespräche sind keine Ausnahme. Niemand würde erwarten, dass ein Fußballteam ohne Training ein Endspiel gewinnt. Bei Gesprächen erwarten viele Führungskräfte genau das von sich.

Hilfreich ist die Trennung zwischen Trainingszeit und Spielzeit. In der Trainingszeit probierst du Formulierungen aus und darfst danebenliegen. Im echten Gespräch zählt das Ergebnis. Wer ein Gespräch vorher ein paarmal durchgespielt hat, mit einer Kollegin oder im DialogLab, kennt die eigenen Stolperstellen und bleibt ruhiger, wenn es ernst wird.

Zum Training gehört auch die innere Arbeit. Methoden helfen dir nur so weit, wie deine Haltung mitkommt. Wenn du erkennst, welche Überzeugung dich bei bestimmten Gesprächen bremst, kannst du sie überprüfen und bewusst neu entscheiden. Mehr zu dieser Haltung findest du im Überblick zur Mitarbeiterführung.

DialogLab · KI-Gesprächstraining

Trainingszeit für deine schwierigsten Gespräche

Wähl einen Gesprächsanlass, führ das Gespräch mit einem KI-Charakter und lies danach die Auswertung. So oft du willst, bevor es ernst wird.

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Häufige Fragen zu schwierigen Gesprächen

Was sind schwierige Gespräche?

Schwierige Gespräche sind Gespräche, bei denen du etwas ansprechen willst oder musst und spürst, dass es unangenehm werden könnte. Welche das sind, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Warum fallen mir manche Gespräche schwerer als andere?

Meist steckt eine Überzeugung dahinter, etwa die Sorge, abgelehnt zu werden oder Respekt zu verlieren. Diese Überzeugung bestimmt, welche Gespräche du gern führst und welche du aufschiebst.

Welche schwierigen Gespräche gibt es in der Führung?

Typisch sind Leistungsgespräche, Konfliktklärungen, Trennungen, Absagen an Bewerber, Gespräche in der Probezeit, Gehaltsgespräche, Vermittlung zwischen zwei Streitenden und Nachverhandlungen mit Kunden.

Wie bereite ich mich auf ein schwieriges Gespräch vor?

Kläre deine Absicht, schreib auf, was passiert ist, formuliere deine Erwartung und prüf, was du befürchtest. Überleg dir außerdem, was du tust, wenn dein Gegenüber Nein sagt.

Wie beginne ich ein schwieriges Gespräch?

Nenne zuerst deine Absicht, zum Beispiel dass du wieder unbelastet zusammenarbeiten willst. Beschreib dann sachlich die Situation und frag nach der Sicht deines Gegenübers.

Was mache ich, wenn mein Gegenüber laut wird?

Bleib ruhig und benenne, was du wahrnimmst. Geht es nicht weiter, unterbrich das Gespräch und vereinbare einen neuen Termin. Das Thema bleibt dabei auf dem Tisch.

Was mache ich, wenn jemand im Gespräch weint?

Halte den Moment aus, biete ein Taschentuch oder ein Glas Wasser an und frag, ob ihr eine kurze Pause machen sollt. Tränen bedeuten nicht automatisch, dass du zu hart warst.

Wie gehe ich als People Pleaser mit schwierigen Gesprächen um?

Mach dir bewusst, dass du als Führungskraft ohnehin von manchen abgelehnt wirst. Du kannst nur wählen, ob für zu viel Klarheit oder für zu viel Nettigkeit. Sprich Erwartungen als Erwartung aus und hol dir eine Zusage.

Wie sage ich meinem Chef Nein?

Mach die Folgen sichtbar, zum Beispiel welches Projekt sich verschiebt. Frag nach der Wichtigkeit auf einer Skala von 1 bis 10 und gib deinem Chef so eine Wahl.

Wie spreche ich Mehrkosten beim Kunden an?

Sprich das Thema an, sobald du es erkennst, und nicht erst mit der Rechnung. Beschreib sachlich, was passiert ist, nenne die Zahl und klärt gemeinsam, wie ihr damit umgeht.

Muss ich mich als Führungskraft entschuldigen?

Wenn du übers Ziel hinausgeschossen bist, ja. Eine ehrliche Entschuldigung kostet keine Autorität. Sie macht dich für dein Team berechenbarer und räumt aus, was zwischen euch steht.

Kann man schwierige Gespräche lernen?

Ja, durch Übung. Wer Gespräche vorher mit einer Kollegin, im Training oder im DialogLab durchspielt, kennt seine Stolperstellen und bleibt im Ernstfall ruhiger.

Arne Stoschek
Arne Stoschek

Gründer und Geschäftsführer von MINDSET MOVERS. Seit über 18 Jahren Unternehmer. Er trainiert Führungskräfte darin, schwierige Gespräche klar und wertschätzend zu führen.

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