MINDSET MOVERS Logo

Die meisten Strategien scheitern an der Umsetzung. Wie Fokus, das Warum und einfache Erfolgsroutinen dafür sorgen, dass dein Team sie wirklich lebt.

WhatsApp Community „Wirksam führen“

Zweimal pro Woche Leadership Tools und Fallbeispiele von Arne und Jörg, kostenfrei.

Community beitreten

Sprungmarken

Ein Klick auf die Zeit öffnet die Folge genau an dieser Stelle bei Spotify.

  • 00:00
    Von der Idee zur UmsetzungArne und Jörg teilen ihre Erkenntnisse aus vielen Jahren Unternehmertum.
  • 01:14
    Fokus und die elf HüllenJörg erzählt, warum zu viele Produkte seiner ersten Firma viel Energie gekostet haben.
  • 03:57
    Angst und FOMOWarum Unternehmer trotz besseren Wissens nicht auf eine Karte setzen.
  • 06:50
    Fokus heißt Nein sagenWarum Fokus vor allem bedeutet, was ihr nicht macht, und viele Einzelgespräche verlangt.
  • 09:22
    Klarheit gewinnenWie die beiden zu eigener Klarheit kommen, im Dialog oder durch Nachdenken.
  • 12:52
    Strategie als Weg zum ZielWas eine Strategie ist und warum Arne sie früher nicht ins Team tragen konnte.
  • 14:06
    Cross Selling ohne GesprächeEin Beispiel, wie eine gute Wachstumsidee an fehlender Kommunikation scheiterte.
  • 16:51
    Content Marketing und das WarumWarum du mit dem Warum beginnst und die Menschen über eigene Geschichten gewinnst.
  • 29:33
    Umsetzung außerhalb der KomfortzoneWarum Strategien wie Premiumpreise an Befürchtungen im Team hängen bleiben.
  • 31:55
    ErfolgsroutinenWie kleine, beständige Routinen Strategien zum Erfolg führen.

Shownotes

Zum Nachlesen

Strategie umsetzen: Woran es zwischen Idee und Ergebnis hakt

Ideen gibt es genug. Strategien auch. Was fehlt, ist oft die Umsetzung. In dieser Folge im Podcast Wirksam führen blicken Arne und Jörg auf ihre Erfahrung als Unternehmer zurück. Woran scheitern Strategien, und was braucht es, damit ein Team sie wirklich umsetzt? Ihre Antwort führt immer wieder zu Fokus, Klarheit und zur Art, wie Führungskräfte mit ihren Menschen sprechen.

Fokus: Jörgs Lektion mit den elf Hüllen

Jörg beginnt mit einer Geschichte aus seiner Anfangszeit als Unternehmer. Seine erste Firma stellte Hüllen für die damals ganz neuen iPads her. Eigentlich wussten die Gründer, welche zwei, drei Produkte sie machen wollten. Sie trauten sich aber nicht, alles darauf zu setzen, und brachten elf verschiedene Hüllen heraus, mit unterschiedlichen Materialien und Haptik. Die Folge war viel mehr Lagerbestand. Erfolgreich wurden genau die Produkte, die sie ursprünglich geplant hatten. Die übrigen kosteten unfassbar viel Energie. Jörgs Lernen daraus ist, sich auf wenige Dinge zu konzentrieren und diese mit Liebe, Konsequenz und höchster Qualität umzusetzen.

Arne weiß, dass „Wir müssen uns fokussieren“ fast Kalenderspruchqualität hat. Alle wissen es. Warum fällt es trotzdem so schwer? Jörg nennt zuerst Angst. Bei einer Strategie weißt du nie sicher, ob deine Hypothese aufgeht. Vielleicht hast du etwas übersehen. Arne kennt das auch aus größeren Unternehmen. Menschen treffen eine beherzte Entscheidung nicht, obwohl sie sie für richtig halten, und machen zur Absicherung noch ein Zusatzthema. Seine Erfahrung ist, dass Dinge, bei denen er auf eine Karte gesetzt hat, auch deshalb besser geklappt haben, weil er sich auf dieses Blatt konzentrieren musste. Manchmal war der Einsatz auch weg. Das gehört zum Unternehmertum dazu.

Jörg nennt einen zweiten Grund, die Angst, eine großartige Chance zu verpassen. Arne nennt es FOMO. Dann macht man elf Produkte halbherzig statt drei bis ins Detail durchdacht.

Fokus heißt Nein sagen

In größeren Organisationen kommt etwas dazu. Es gibt Erwartungen verschiedener Gruppen, und damit die Angst, nicht mehr zu gefallen. Wer Initiativen stoppt, nimmt Menschen etwas weg, woran sie gearbeitet haben.

Fokus bedeutet vor allem, festzulegen, was wir nicht machen.

Arne betont, dass ein einmaliges „Wir machen nur noch drei statt elf“ nicht reicht. Fokus bedeutet viele Einzelgespräche mit den Menschen, die an den gestrichenen Produkten gearbeitet, mit Lieferanten telefoniert und Fotos für den Shop geplant haben. Sie brauchen Klarheit, warum ihr das nicht mehr macht, und das Signal, dass ihre Arbeit wichtig war und ihr sie weiter mit vollem Elan braucht. Arne hat oft erlebt, dass so etwas nur schriftlich verkündet wird. Dann wundern sich alle, warum niemand mehr an einem Strang zieht. Wie du klar Nein sagst, ohne dich von der Angst vor Ablehnung lenken zu lassen, besprechen die beiden in der Folge über Nein sagen.

Jörg ergänzt, dass du dafür zuerst selbst Klarheit brauchst. Strahlst du Unsicherheit aus, kommen sofort Einwände. „Kunden feiern das Modell, sollen wir es nicht doch behalten?“ Dann verlierst du den Fokus wieder. Arne gewinnt Klarheit oft im Dialog. Das erlebt er auch im Coaching mit Unternehmern. Sie entdecken dort selten etwas völlig Neues. Durch kritisches Nachfragen werden sie sich klar, was zu tun ist, und setzen es endlich um. Jörg findet seine Klarheit eher in Ruhe beim Nachdenken. Dann zieht er sie mit einer gewissen Sturheit durch, bis sich zeigt, ob die Idee gut war.

Warum Strategien an der Kommunikation scheitern

Arne hatte nie zu wenig Ideen, eher zu viele. MINDSET MOVERS ist sein viertes Unternehmen. Jörg bewahrt ihn mit Fragen wie „Welchen Impact hat das?“ oder „Geht das auch leichter?“ vor viel unnötigem Aufwand. Eine Strategie definiert Arne schlicht als Weg zum Ziel. Manchmal ist Beständigkeit die richtige Strategie, kleine Schritte, die ständig wiederholt werden.

Was er über die Jahre erkannt hat, ist, dass es ihm früher oft nicht gelang, Strategien ins Team zu tragen. Ein Beispiel. In seinen Agenturen und Beratungen hatten viele Mitarbeitende Kundenkontakt, aber nur wenige machten Vertrieb. Die naheliegende Wachstumsstrategie war, dass alle mit Kundenkontakt Cross und Upselling betreiben. Die Geschäftsführung verkündete das einmal und feilte an den Angeboten. Einzelgespräche gab es keine. Heute würde Arne genau die führen. Wie viel Lust habt ihr darauf? Was habt ihr verstanden? Welche Befürchtungen gibt es, als Verkäufer wahrgenommen zu werden? Sonst hörst du später Ausreden, warum gerade nie der richtige Moment war. Jörg bringt es auf den Punkt. Es reicht nicht, es als Geschäftsleitung zu deklarieren und ein Poster an die Wand zu hängen.

Mit dem Warum beginnen

Zweites Beispiel ist eine Content Marketing Initiative. Man schaut in die Auslastungstabelle, stellt fest, dass Thomas und Maria noch Kapazität haben, und teilt sie ein. Dann stimmt die Qualität nicht oder die Beständigkeit fehlt. Für Arne liegt das meist daran, dass die Leute nicht verstehen, warum das gemacht wird und was ihr Beitrag zum großen Ganzen ist.

„Wenn ich jemandem das Warum nicht erklären kann, kann ich mir das Wie und das Was oft sparen“, sagt Arne. Er würde heute nach dem Golden Circle von Simon Sinek vorgehen, vielleicht in drei Sessions. Zuerst das Warum, idealerweise mit einer eigenen Geschichte. Etwa ein persönlicher LinkedIn Post, auf den sich Menschen gemeldet haben, weil sie emotional andocken konnten. Dann fragt er die Mitarbeitenden, wo sie selbst etwas Ähnliches erlebt haben, im Beruf, an der Uni oder unter Eltern an der Schule. Wer eine eigene Geschichte findet, erzählt sie weiter und ist mit im Boot. Erst danach kommen das Wie und das Was, also Frequenz, Kanäle, Kennzahlen und Redaktionsplan. Diesen Gedanken haben die beiden schon in der Folge über Eigeninitiative und Führung, die bewegt vertieft.

Jörg ergänzt, dass jede Führungskraft die Initiative übersetzen muss. Was erwarte ich ganz konkret von dir? Möchtest du das? Was steht dir im Weg? Und Arne betont das Dranbleiben. Gelingt es nicht sofort, unterstell weder den Leuten Unlust noch der Strategie, sie funktioniere nicht. Er glaubt, die meisten Strategien, die scheitern, sind schlecht umgesetzt. Jörg rät, vorher Meilensteine festzulegen, um eine Strategie nicht vorschnell als unwirksam abzustempeln. Gerade nach dem ersten Schwung, wenn der Alltag kommt und Ergebnisse noch ausbleiben, droht alles zu versanden. Wer eine Strategie unternehmensweit ausrollen will, braucht eine begleitete Transformation, in der genau diese Gespräche geführt werden.

Umsetzung außerhalb der Komfortzone

Arne ist überzeugt, dass die Umsetzung vieler brillanter Strategien weit außerhalb der Komfortzone der Beteiligten liegt. Sein Beispiel ist ein Unternehmen, das künftig Premiumpreise verlangen und Premiumqualität liefern will. Im Konferenzraum klingt das großartig. Dann müssen Mitarbeitende langjährigen Kunden Preiserhöhungen erklären und fürchten, sie zu verlieren. Neue Qualitätskontrollen sind vielleicht unbeliebt. Und plötzlich heißt es „Wir haben noch kein Skript für diese Telefonate“. Dann lohnt die Frage, ob es wirklich am Skript liegt oder ob es andere Gründe gibt. Solche Gespräche kannst du vorher im DialogLab üben. Dass Kultur dabei mehr bewegt als jeder Plan, zeigt die Folge über Culture eats strategy for breakfast.

Erfolgsroutinen für die Umsetzung

Jörg hat über die Jahre gelernt, worauf es ankommt. Etwas möglichst Einfaches, das kontinuierlich gemacht wird, eine Erfolgsroutine. Sein Beispiel ist LinkedIn. Er hat sich vorgenommen, zwei bis drei Mal pro Woche zu posten, sich persönlich bei zehn Menschen zu bedanken, die interagiert haben, und auf jeden Kommentar zu antworten. Heute hat er über 30.000 Follower. Wie Routinen erfolgreiche Führung tragen, beschreibt auch die Folge über Routinen erfolgreicher Führungskräfte.

Arne hat diese Haltung von Jörg übernommen. Manchen fallen wiederkehrende Aufgaben leicht, anderen schwer. Mit ihnen ins Gespräch zu gehen, lohnt sich. Stellen sich Erfolge ein, macht Arne sie sichtbar, feiert sie und schreibt sie den Menschen zu, die drangeblieben sind. Jörg erinnert daran, dass Routinen kein unmittelbares Feedback geben. Wer abnimmt, sieht am einzelnen Tag keinen Unterschied, ob er die Chips weglässt. Umso wichtiger ist das Zielbild.

Greift eine Strategie nicht sofort, rät Arne zu prüfen, ob die Menschen das Warum verstanden haben und was ihnen im Weg steht. Dafür braucht es empathische Klarheit und Vertrauen. Beides kannst du lernen, etwa im Leadership Training REFLECT. Wer schwierige Gespräche mit Kunden und Team vorab durchspielen will, nutzt das Gesprächstraining. Auf der Seite zu REFLECT findest du die nächsten Termine, und für ganze Führungsteams gibt es das Programm als Inhouse-Training.

KI-Gesprächstraining

Trainiere schwierige Führungsgespräche mit der KI

Im DialogLab übst du, eine Strategie aus dem Warum heraus zu erklären und herauszufinden, was jemandem bei der Umsetzung im Weg steht.

DialogLab kostenlos testen

  • 60Szenarien aus dem Führungsalltag
  • Sofort-Feedbackzu deiner Gesprächsführung
  • Live Q&ALeadership-Sprechstunde mit echtem Trainer

Weitere Folgen zum Thema Kultur & Transformation

FOLGE 69 · 8. März 2025 · 47 Min.

Erfolgstreiber Führung

Teamkultur & Unternehmenskultur | Culture eats strategy for breakfast

FOLGE 142 · 19. November 2025 · 28 Min.

Identifikation schaffen ganz einfach

Purpose ohne Bullsh*t | Was alle bei der Visionsentwicklung falsch machen

FOLGE 162 · 28. Januar 2026 · 27 Min.

Management vs. Führung

Das große Missverständnis | Warum Change-Projekte trotz perfekter Prozesse scheitern

Alle Folgen zum Thema Kultur & Transformation

← Zur Podcast-Bibliothek

MINDSET MOVERS GmbH

Bruchhauser Straße 12 40883 Ratingen +49 171 7453967 nathalie@mindsetmovers.de Allgemeine Vertragsbedingungen