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Neujahrsvorsätze scheitern oft an der Mangelhaltung. Arne zeigt, wie eine neue Haltung und ein paar Fragen vor jedem Termin deine Begegnungen wirksamer machen.

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  • 00:00
    Neujahrsvorsätze und LinkedInEine Mail der LinkedIn Redaktion bringt Arne darauf, wie wenig er von Vorsätzen hält.
  • 00:57
    Wofür Vorsätze berühmt sindDas Fitnessstudio Abo und die Diät, die nach kurzer Zeit wieder abbrechen.
  • 01:15
    Vorsätze aus MangelhaltungWarum Vorsätze oft aus Mangel, Stress und schlechtem Gewissen entstehen.
  • 02:41
    Haben, Tun und SeinDie drei Ebenen von Zielen und warum die Ebene des Seins oft fehlt.
  • 03:36
    Haltung statt VorsatzArnes Alternative für Führungskräfte zum Jahresbeginn.
  • 04:03
    Bewusstheit in BegegnungenWie Meetings, Calls und Einzelgespräche durch Bewusstheit eine andere Qualität bekommen.
  • 04:59
    Fragen vor jedem TerminIntention, gewünschtes Ergebnis und Vereinbarung als Vorbereitung.
  • 06:09
    Was zwischen euch stehtWie du prüfst, ob Gedanken über einen Menschen die Zusammenarbeit belasten.
  • 07:00
    Weniger WiederholungenWarum bewusste Begegnungen dir Gespräche und Konflikte ersparen.
  • 07:44
    Die Fragen im ÜberblickArne fasst die Fragen für berufliche Begegnungen noch einmal zusammen.

Shownotes

Zum Nachlesen

Haltung statt Vorsätze: Warum Neujahrsvorsätze so oft scheitern

Im Januar sind Neujahrsvorsätze überall. Arne hat zum Jahresbeginn eine Mail der LinkedIn Redaktion bekommen, die an viele aktive Nutzer ging. Die Aufforderung: einen Beitrag schreiben, was man sich für das neue Jahr vornimmt, welche Skills man lernen möchte, versehen mit dem Hashtag Neujahrsvorsätze. Und dabei ist ihm aufgefallen, wie blöd er das eigentlich findet. Seine Alternative heißt Haltung statt Vorsätze.

Natürlich kennt Arne Vorsätze auch von sich selbst. In den letzten Jahrzehnten hat er sich immer wieder um Weihnachten herum Gedanken gemacht, reflektiert und Ziele für das neue Jahr formuliert. Und du kennst das sicher auch. Wofür sind Neujahrsvorsätze berühmt? Für das Fitnessstudio Abo, zu dem man dann doch nicht hingeht. Für die Diät, die man sich vornimmt und abbricht.

In dieser Folge vom Podcast Wirksam führen schlägt Arne Führungskräften, Unternehmerinnen und Unternehmern einen anderen Weg in das neue Jahr vor.

Vorsätze entstehen aus einer Mangelhaltung

Arnes Gedanke dazu ist einfach. Neujahrsvorsätze kommen fast immer aus einer Mangelhaltung. Wir nehmen uns Dinge vor, die wir im zurückliegenden Jahr offensichtlich nicht erreicht haben, die wir verfehlt haben oder in denen wir noch nicht gut genug waren. Und das setzen wir uns dann als Ziel für das nächste Jahr.

Damit machen sich viele Menschen schon zu Beginn des Jahres einen riesigen Stress. Und das ausgerechnet nach einer Zeit, die im besten Fall ruhig war. Für Arne war die Zeit zwischen Weihnachten und dem Arbeitsbeginn im Januar sehr kontemplativ, er konnte viel nachdenken.

Mangelhaltung bedeutet oft auch ein schlechtes Gewissen. Wir fühlen uns unseren Vorsätzen gegenüber schuldig. Irgendwann fangen Menschen dann an, das Ganze zu banalisieren und wegzuschieben. „War ja nur so ein Neujahrsvorsatz.“ Damit ist der Vorsatz erledigt, und übrig bleibt das Gefühl, wieder etwas nicht geschafft zu haben.

Haben, Tun und Sein: Die vergessene Ebene

Neben dem Mangel fällt Arne noch etwas auf. Die meisten Vorsätze und Ziele spielen sich auf zwei Ebenen ab.

Die erste ist die Ebene des Habens. Ich möchte diesen Kunden gewinnen, mehr Geld verdienen, mehr Umsatz machen, mir dieses Auto kaufen, eine neue Wohnung beziehen oder mir irgendetwas leisten.

Die zweite ist die Ebene des Tuns. Ich möchte etwas erleben, ich möchte eine bestimmte Reise buchen.

Eine dritte Ebene wird oft ausgelassen, und das ist das Sein an sich. Damit meint Arne eine innere Haltung zu etwas. Und genau hier setzt seine Alternative an.

Mach dir dieses Jahr keinen Vorsatz. Geh mit einer anderen Haltung in das Jahr, als Führungskraft mit einer anderen Haltung deinen Begegnungen und Beziehungen gegenüber.

Eine Haltung lässt sich nicht abhaken wie ein Ziel auf einer Liste. Du nimmst sie in jede Begegnung mit, und jede Begegnung ist eine neue Gelegenheit, sie zu leben. Wie eine ehrliche Bestandsaufnahme der eigenen Führung aussehen kann, ohne in die Mangelhaltung zu rutschen, hörst du in der Folge über die Führungs-Inventur.

Bewusstheit in Begegnungen als neue Haltung

Konkret meint Arne mehr Bewusstheit in Begegnungen. Als Führungskraft triffst du ständig Menschen. Ihr habt Meetings, Briefing Gespräche, One on One Sessions, Zoom Calls oder Telefonate. Davon hast du viele am Tag, und jede einzelne prägt die Beziehung zu deinem Team.

Arne erzählt, dass er solche Meetings und Begegnungen in den letzten Jahren oft sehr unbewusst, unvorbereitet und ohne Intention erlebt hat. Über die Jahre ist ihm aber aufgefallen, dass er eine ganz andere Qualität in seinen Beziehungen hat, wenn er bewusster damit umgeht. In der Arbeit genauso wie in seinen privaten Beziehungen.

Mit Bewusstheit meint er, dass du dir vor einem Treffen, einem Meeting oder einem Termin mit jemandem ein paar Fragen stellst. Gewohnheiten, die dir dabei helfen, findest du auch in der Folge über die Routinen erfolgreicher Führungskräfte.

Die erste und wichtigste Frage lautet: Welche Intention habe ich eigentlich für dieses Meeting? Habe ich überhaupt eine Absicht dafür? Wie stark eine klare Intention gerade Mitarbeitergespräche verändert, zeigt Arne auch in der Folge über den besten Tipp für alle Mitarbeitergespräche.

Die zweite Frage richtet den Blick auf das Ergebnis. Welches Ergebnis wünsche ich mir? Was soll nach diesem Treffen anders sein als vorher? Wenn du darauf eine klare Antwort hast, kannst du hinterher auch beurteilen, ob das Treffen wirksam war.

Die dritte Frage betrifft die Vereinbarung. Worüber möchte ich mit der Person, die ich jetzt bewusst treffe, eine Vereinbarung treffen? Das Ziel ist, dass ihr in einer echten Wir-Bildung gemeinsam etwas Wirksames erschaffen habt, auf das ihr euch hinterher beziehen könnt.

Wenn du diese Fragen beachtest und mit dieser Haltung in deine Begegnungen mit den Menschen gehst, die du führst oder mit denen du Ergebnisse produzieren willst, wird das wahrscheinlich einen Effekt haben. Bei Arne hat es zumindest einen. Und wer so ein Gespräch einmal vorher durchspielen möchte, kann es im DialogLab ausprobieren.

Was steht zwischen dir und diesem Menschen?

Eine weitere Frage hält Arne für besonders wertvoll, wenn du regelmäßig mit jemandem zusammenarbeitest. Das kann jemand aus deinem Team sein, ein Partner oder eine Partnerin in deinem Geschäft oder eine Führungskraft auf derselben Ebene.

Gibt es irgendetwas, das eure Zusammenarbeit beeinträchtigt oder belastet? Steht etwas zwischen euch? Wenn du feststellst, dass es so etwas gibt, kannst du dich weiter fragen: Wie denke ich eigentlich über diesen Menschen? Habe ich Vorbehalte oder ungünstige Gedanken über ihn, die mir im Weg stehen? Gedanken, die eine Wir-Bildung verhindern, eine echte Begegnung erschweren oder dafür sorgen, dass ich gar keine Lust habe, mit ihm zu arbeiten?

Diese Frage richtet den Blick auf dich selbst. Oft liegt das, was zwischen zwei Menschen steht, auch in den eigenen Gedanken über den anderen. Wenn du sie ehrlich beantwortest, gehst du anders in das nächste Gespräch. Wie du Vertrauen und Verbundenheit im Team gezielt stärkst, besprechen Arne und Jörg in der Folge über Vertrauen und Verbundenheit im Team. Und wenn du an so einer festgefahrenen Beziehung mit Unterstützung arbeiten möchtest, kann ein Führungscoaching helfen.

Was eine bewusste Haltung im Führungsalltag verändert

Diese wenigen, einfachen Fragen kosten kaum Zeit, wenn du die Haltung entwickelst, dass dir bewusste Begegnungen wichtig sind. Statt einfach in einen Termin zu gehen, die Agenda abzuarbeiten und wieder rauszugehen, erlaubst du dir diese Bewusstheit.

Dann bekommen deine Begegnungen eine ganz andere Qualität. Arne beschreibt eine Erfahrung, die er selbst gemacht hat. Bestimmte Gespräche musst du seltener führen. Du musst Dinge seltener wiederholen. Und du musst nicht mehrmals über denselben Konflikt sprechen, weil du dir vorher Gedanken gemacht hast, worum es wirklich geht. Wie viel Zeit dir das im Alltag spart, zeigt auch die Folge über effiziente Führung.

Die Fragen für deine nächste Begegnung

Wenn du in diesem Jahr mit einer neuen Haltung in berufliche Begegnungen gehen willst, um wirksamer zu führen und gemeinsam mit anderen Ergebnisse zu produzieren, dann stell dir vor jedem Termin diese Fragen.

  • Was ist meine Intention für diesen Termin?
  • Welches Ergebnis wünsche ich mir?
  • Worüber möchte ich eine Vereinbarung treffen?
  • Steht mir etwas im Weg, mit diesem Menschen gut zusammenzuarbeiten? Und wenn ja, was denke ich eigentlich über ihn?

Die letzte Frage zielt auf die Gedanken, die dich davon abhalten könnten, dich mit diesem Menschen wirklich zu verbinden.

Diese Haltung ist auch der Kern der Arbeit von MINDSET MOVERS. Im Leadership Training REFLECT trainieren Führungskräfte, mit Intention, Ergebnisorientierung und klaren Vereinbarungen in Gespräche zu gehen. Wenn ihr diese Haltung in eurem gesamten Führungsteam verankern wollt, ist ein Inhouse-Training der passende Weg. Einzelne Führungskräfte finden im Führungstraining den Rahmen, um diese Fragen zur Gewohnheit zu machen. Und dein nächstes wichtiges Gespräch kannst du vorher im Gesprächstraining durchspielen, mit genau diesen Fragen im Kopf.

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Im DialogLab übst du, mit Intention, gewünschtem Ergebnis und klarer Vereinbarung in ein Gespräch zu gehen.

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