MINDSET MOVERS Logo

„Dafür habe ich keine Zeit“ stimmt fast nie. Die Folge zeigt, wie du ehrlicher priorisierst und ein Nein so formulierst, dass es Klarheit schafft.

WhatsApp Community „Wirksam führen“

Zweimal pro Woche Leadership Tools und Fallbeispiele von Arne und Jörg, kostenfrei.

Community beitreten

Sprungmarken

Ein Klick auf die Zeit öffnet die Folge genau an dieser Stelle bei Spotify.

  • 00:00
    Dafür habe ich keine ZeitEin Satz, den viele zu anderen und zu sich selbst sagen.
  • 00:36
    24 Stunden wie alleWarum du immer für irgendetwas Zeit hast.
  • 01:18
    Ich nehme mir keine ZeitWarum diese Formulierung aufrichtiger ist.
  • 01:48
    Prioritäten erkennenWie du ehrlich benennst, was dir gerade wichtiger ist.
  • 02:14
    Unangenehme FragenWas dir wichtig ist und wo du dir selbst im Weg stehst.
  • 02:51
    Den Alltag verändernWie du Platz schaffst für das, was dir wirklich wichtig ist.
  • 03:09
    Gegenüber anderenWarum „keine Zeit“ beim Gegenüber falsche Hoffnung weckt.
  • 03:48
    Klarheit durch KonkretisierungWie eine ehrliche Aussage deinem Gegenüber Kontext gibt.
  • 04:41
    Nein als Ja zum FokusWie du dein Nein erklärst, ohne Desinteresse zu signalisieren.
  • 05:22
    Was du mitnimmstWerde klar, warum du dir für etwas keine Zeit nehmen willst.

Shownotes

Zum Nachlesen

Keine Zeit? Warum dieser Satz fast nie stimmt

„Dafür habe ich keine Zeit“ ist vermutlich einer der häufigsten Sätze im Führungsalltag. Vielleicht sagst du ihn zu anderen. Vielleicht sagst du ihn nur zu dir selbst. Sport machen, dafür habe ich leider keine Zeit. In Weiterbildung investieren, bei all meinen Aufgaben und Rollen, keine Zeit. Strategische und wichtige Themen, für die keine Zeit bleibt, weil du ständig Feuerwehr spielst. Diese kurze Folge des Podcast Wirksam führen nimmt den Satz auseinander und zeigt, warum ein ehrlicheres Wort für dich und dein Team mehr Klarheit schafft.

Die These ist einfach und unbequem. Der Satz stimmt nicht. Wer ihn sagt, belügt sich selbst oder andere, meistens ohne es zu merken.

24 Stunden: Du hast immer für irgendetwas Zeit

Der Ausgangspunkt der Folge ist ein nüchterner Fakt. Du hast 24 Stunden am Tag, so wie jeder andere Mensch auf der Welt auch. Wahrscheinlich verbringst du acht, zehn, elf oder zwölf Stunden davon mit Arbeit. Irgendwie verbringst du deine Zeit. Irgendetwas machst du ja. Für irgendetwas hast du also Zeit.

Die Aussage, dass du für etwas keine Zeit hast, stimmt deshalb nicht. Egal, ob du sie gegenüber anderen triffst oder zu dir selbst sagst. Du hast die Zeit. Du verwendest sie für etwas anderes. Gerade als Führungskraft, die ständig mit Prioritäten jongliert, lohnt es sich, das ehrlich anzuerkennen. Das klingt zunächst banal. Für viele Führungskräfte ist es trotzdem ein kleiner Schock, wenn sie es sich bewusst machen. Der Satz „keine Zeit“ fühlt sich entlastend an, weil er die Verantwortung nach außen schiebt, auf den Kalender, auf das Tagesgeschäft, auf die anderen. Die ehrliche Variante holt diese Verantwortung zu dir zurück. Wie du Prioritäten trotz Unsicherheit setzt, hörst du auch in der Folge über Unsicherheit beim Setzen von Prioritäten.

„Ich möchte mir dafür keine Zeit nehmen“

Die Folge schlägt eine andere Formulierung vor. Statt „Dafür habe ich keine Zeit“ sagst du „Ich möchte mir dafür keine Zeit nehmen“. Diese Aussage ist viel aufrichtiger und ehrlicher, vor allem in deinen eigenen Belangen.

Statt „Dafür habe ich keine Zeit“ sag lieber „Ich möchte mir dafür keine Zeit nehmen“.

Sobald du so formulierst, kann ein Reflexionsprozess beginnen. Du wirst dir klarer darüber, was deine eigenen Prioritäten sind. Nimm das Beispiel Sport. Warum hast du keine Zeit dafür? Vielleicht kannst du es direkt benennen. Ich nehme mir keine Zeit für Sport, weil ich abends lieber Netflix schaue. Oder weil ich morgens lieber länger im Bett bleibe, statt früher aufzustehen.

Das ist ehrlich. Und es macht etwas sichtbar, das vorher hinter einer Ausrede versteckt war, nämlich deine tatsächlichen Prioritäten. Du entscheidest dich jeden Tag für bestimmte Dinge. Mit der neuen Formulierung übernimmst du die Verantwortung für diese Entscheidung.

Was dir wirklich wichtig ist

Natürlich fühlt sich das zuerst unangenehm an. Gerade bei Themen wie Sport, die dich emotional triggern, ist die ehrliche Antwort oft nicht schmeichelhaft. Genau hier lohnt es sich, weiterzufragen. Warum ist das so? Warum möchtest du dir die Zeit nicht nehmen? Was ist dir eigentlich wichtiger? Und was steht dir im Weg, wo stehst du dir vielleicht selbst im Weg?

Wenn das Thema dir wirklich wichtig ist, folgt die nächste Frage. Wie kann ich es möglich machen? Wie kann ich meinen Alltag verändern oder etwas weglassen? Statt abends Netflix zu schauen, kannst du Sport machen oder Freunde anrufen, wenn dir das wichtig ist. Die Zeit ist da. Du verteilst sie neu. Diese Fragen brauchen keine Stunde. Oft reichen ein paar ehrliche Minuten, um zu merken, ob ein Thema wirklich wichtig ist oder nur wichtig klingt.

Für Führungskräfte gilt das genauso für Themen wie Weiterbildung oder strategische Arbeit. Wer ständig am Feuerlöschen ist, hat in der Regel eine Entscheidung getroffen, auch wenn sie unbewusst fiel. Wie du dir Zeit zurückholst, besprechen Arne und Jörg in der Folge Wieder mehr Zeit für dich haben. Und wie du dringend und wichtig im Team auseinanderhältst, ist Thema der Folge über High-Performance Teams.

Diese Art, ehrlich auf die eigenen Prioritäten zu schauen, ist ein fester Teil unseres Leadership Trainings REFLECT. Dort arbeitest du über zwölf Wochen daran, wie du dich selbst führst, bevor du andere führst.

„Keine Zeit“ im Gespräch mit anderen

Bis hierhin ging es um dich selbst. Oft verwenden wir den Satz aber auch gegenüber anderen, gegenüber Mitarbeitenden oder Freunden. Die Folge weist auf ein Problem hin. Der Satz klingt zwar recht klar, lässt beim Gegenüber aber oft eine Hoffnung zurück.

Vielleicht hat er morgen dafür Zeit. Oder in ein, zwei Wochen. Ich habe es ja angesprochen, dann kommt er schon und hilft mir, ist für mich da oder arbeitet mit mir im Projekt. So bleibt eine Frage offen, die eigentlich längst beantwortet ist. Dein Gegenüber wartet, plant vielleicht mit dir, und du hast innerlich schon entschieden. Für dich ist das Thema erledigt, für dein Gegenüber noch lange nicht. Vielleicht fragt es in einer Woche wieder nach, und ihr beginnt dasselbe Gespräch von vorn.

Wenn du deine Aussage konkretisierst, schaffst du deutlich mehr Klarheit. Sagst du „Ich möchte mir dafür die Zeit nicht nehmen“, bekommt dein Gegenüber mehr Kontext. Es versteht, dass es eigentlich um etwas anderes geht, weil dir gerade etwas anderes wichtiger ist. Du gehst nicht in Ausflüchte. Und dein Gegenüber kann sich darauf einstellen.

Ein Nein als Ja zu deinem Fokus

Vielleicht denkst du jetzt, das ist zu direkt. Wenn ich jemandem so klar sage, dass ich mir die Zeit nicht nehmen will, könnte er das Gefühl bekommen, dass er mir nicht wichtig ist oder seine Arbeit nicht wichtig ist. Und du möchtest nicht, dass er schlecht über dich denkt.

Dafür hat die Folge einen praktischen Vorschlag. Erweitere deine Aussage. Sag zum Beispiel, dass du dir dafür die Zeit nicht nehmen möchtest, weil du gerade an einem bestimmten Projekt arbeitest. Dass es dir total wichtig ist, dass du es erfolgreich abschließen willst und mit vollem Fokus, Leidenschaft und Energie daran arbeiten möchtest.

Und dann bitte dein Gegenüber, dein Nein richtig einzuordnen. Es ist ein Ja zu dir und zu deinem Projekt. Mit Desinteresse oder fehlender Wertschätzung für sein Anliegen hat es nichts zu tun. So bleibt die Beziehung intakt, und trotzdem ist die Botschaft eindeutig.

Viele Führungskräfte tun sich mit genau diesem Satz schwer. Sie wollen niemanden enttäuschen und weichen deshalb auf „keine Zeit“ aus. Warum die Angst vor Ablehnung dich am Ende erpressbar macht, vertiefen Arne und Jörg in der Folge über Nein sagen. Den konkreten Satz kannst du vorher im DialogLab üben, bis er sich natürlich anfühlt.

Für dein Team hat diese Ehrlichkeit noch einen Effekt. Wenn du offen sagst, wofür du dir Zeit nimmst und wofür nicht, wird deine Priorisierung nachvollziehbar. Die Menschen um dich herum wissen, woran sie sind. Wie du mit wenig Zeit trotzdem wirksam führst, hörst du in der Folge Führung ohne Zeitaufwand.

Was du aus der Folge mitnehmen kannst, ist eine einfache Übung. Wenn du das nächste Mal sagst oder denkst, dafür habe ich keine Zeit, halte kurz an. Frag dich, warum du dir die Zeit dafür nicht nehmen möchtest. Dann kannst du bewerten, ob dir das Thema wichtig ist oder nicht, und ehrlich zu dir sein. Wenn dir das allein schwerfällt, hilft ein Coaching, die eigenen Prioritäten zu sortieren. Im Führungstraining REFLECT wird aus der Übung eine Gewohnheit. Klare Absagen an Kolleginnen, Kunden oder Vorgesetzte kannst du als Gesprächstraining vorbereiten. Und wenn in eurem Unternehmen „keine Zeit“ zur Standardantwort auf Führungsthemen geworden ist, lohnt sich ein gemeinsamer Veränderungsprozess mit allen Führungskräften.

KI-Gesprächstraining

Trainiere schwierige Führungsgespräche mit der KI

Im DialogLab übst du, eine Anfrage ehrlich abzulehnen und dein Nein als Ja zu deinem Fokus zu erklären, ohne dein Gegenüber zu kränken.

DialogLab kostenlos testen

  • 60Szenarien aus dem Führungsalltag
  • Sofort-Feedbackzu deiner Gesprächsführung
  • Live Q&ALeadership-Sprechstunde mit echtem Trainer

Weitere Folgen zum Thema Führungsrolle & Selbstführung

FOLGE 43 · 6. November 2024 · 10 Min.

Wieder mehr Zeit (für dich) haben

FOLGE 13 · 28. August 2024 · 9 Min.

Unsicherheit beim Setzen von Prioritäten

FOLGE 211 · 27. Juni 2026 · 26 Min.

Führung ohne Zeitaufwand

Das Zehn-Minuten-Prinzip für Führungskräfte | Anrechenbare Stunden vs. Leadership

Alle Folgen zum Thema Führungsrolle & Selbstführung

← Zur Podcast-Bibliothek

MINDSET MOVERS GmbH

Bruchhauser Straße 12 40883 Ratingen +49 171 7453967 nathalie@mindsetmovers.de Allgemeine Vertragsbedingungen