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Befördert, weil du fachlich top bist, und jetzt nervt dich Führung? Arne und Jörg zeigen, wie du mit Love it, change it or leave it deine Wahl triffst.

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  • 00:00
    Führen ohne LustWarum so viele Führungskräfte ihre Rolle gar nicht gerne ausfüllen.
  • 00:26
    Befördert als FachkraftWie gute Fachkräfte und Gründer in die Führungsrolle rutschen.
  • 01:25
    Zwei typische MusterGenervt von Menschen oder überfordert vom Wunsch, dass sich alle wohlfühlen.
  • 02:30
    Stimmt, was du glaubstDie Überzeugungen über Führung und Menschen auf den Prüfstand stellen.
  • 03:29
    Private Themen öffnenWarum ein geklärtes persönliches Thema oft produktiver macht.
  • 04:34
    Love it, change it or leave itDir die Wahl erlauben und dich selbst ernst nehmen.
  • 05:40
    DoppelspitzeManagement und Führung auf zwei Personen aufteilen.
  • 06:12
    Jörgs erste GründungWie Jörg schwierige Gespräche einem Mitgründer überlassen hat.
  • 07:20
    Haltung und HandwerkNeugier auf dich und andere als Fundament, Kommunikation als lernbares Handwerk.
  • 08:34
    Dein eigener FührungsstilWarum du keinem idealtypischen Vorbild entsprechen musst.

Shownotes

Zum Nachlesen

Keine Lust auf Führung? Damit bist du nicht allein

Keine Lust auf Führung zu haben, obwohl man Führungskraft ist, hören Arne und Jörg immer wieder. Von Unternehmerinnen und Unternehmern genauso wie von Menschen, die in mittleren oder größeren Unternehmen ein Team leiten. Sie sind Führungskraft, aber sie machen es nicht gerne. Wenn es dir genauso geht, kannst du diese Folge des Podcast Wirksam führen nutzen, um deine Rolle bewusst zu gestalten.

Die Botschaft der beiden ist ermutigend und gleichzeitig konsequent. Du hast eine Wahl. Du kannst lernen, Führung zu mögen. Du kannst deine Rolle verändern. Oder du kannst dich bewusst dagegen entscheiden. Was dir nicht hilft, ist, dauerhaft in einer Rolle zu bleiben, die du innerlich ablehnst.

Warum gute Fachkräfte ungern führen

Jörg beschreibt ein Muster, das die beiden ganz häufig sehen. Menschen werden befördert, weil sie extrem gute Fachkräfte sind. Du leitest plötzlich das Marketing, weil du eine begnadete Marketerin bist. Irgendwann kommt jemand aus der Unternehmensleitung und sagt, du machst das so gut, wir haben jüngere Kolleginnen und Kollegen, hast du nicht Lust auf die Teamleitung? Das gibt es im Vertrieb und eigentlich in allen Bereichen.

Oder du bist Unternehmerin. Mit der Gründerrolle kommt die Führungsrolle quasi automatisch. Du stellst mehr Mitarbeitende ein, und plötzlich musst du führen. Manche machen das super gerne. Sie finden es toll, mit Menschen umzugehen und beide Seiten zu übernehmen, das Managen und das Führen von Menschen. Anderen fällt das super schwer. Wer gerade neu in der Führungsrolle ist, spürt diesen Bruch zwischen Fachrolle und Führungsrolle oft besonders deutlich.

Zwei typische Muster: Genervt oder überfordert

Jörg erzählt von zwei Gesprächen, die er und Arne in den Tagen vor der Aufnahme mit Führungskräften hatten. Der eine sagte, meine Mitarbeiter nerven mich. Das ganze Thema nervt mich, es raubt mir Zeit, und eigentlich möchte ich damit nichts zu tun haben.

Der andere beschrieb das Gegenteil. Viele Themen im Führungsalltag sind für ihn total schwierig. Er möchte, dass sich seine Leute wohlfühlen. Er möchte nicht, dass sie ihn für einen Tyrannen halten, der von oben herab diktiert. Deshalb fällt es ihm ultra schwer, kritische Dinge anzusprechen. Warum diese Form der Rücksichtnahme als Führungskraft nicht funktioniert, besprechen die beiden in der Folge Missverständnis Rücksichtnahme.

Wahrscheinlich gibt es noch weitere Ausprägungen. Wenn du dich in einem dieser beiden Muster wiedererkennst, lautet die allererste Frage, ob du das überhaupt ändern möchtest. Möchtest du lieber gerne führen?

Stimmt, was du über Führung glaubst?

Wenn ja, folgt die nächste Frage, und die geht tiefer. Stimmt eigentlich, was du über Führung und über Menschen glaubst? Arne nimmt die Haltung aus dem ersten Beispiel auseinander. Menschen nerven mich mit ihren privaten Problemen, darauf habe ich keinen Bock, hier geht es doch um Ergebnisse, was stellen die sich alle so an. Stimmt das, was in solchen Gedanken mitschwingt?

Genauso beim zweiten Beispiel. Ich muss es allen recht machen, und jeder soll sich wohlfühlen. Bist du wirklich dafür verantwortlich, dass sich alle wohlfühlen? Und bedeutet es zwangsläufig, dass sich Menschen nicht mehr wohlfühlen, wenn du einmal etwas Kritisches ansprichst?

Jörg ergänzt eine Erfahrung, die das Bild verändern kann. Wenn ihr einmal über ein privates Thema sprecht, ist das oft gar nicht zeitraubend. Ist es besprochen und geklärt, wirkt das total öffnend. Die Person oder ihr als Team seid plötzlich viel produktiver, weil das persönliche Thema nicht mehr als Blockade oder Bremse wirkt.

Solche Erfahrungen kannst du nur machen, wenn du dich erst einmal der Frage öffnest, ob stimmt, was du über Führung denkst.

Welcher Glaubenssatz, welche Überzeugung wirkt bei dir so, dass du Führung ablehnst? Dass du sagst, auf Führung habe ich keinen Bock, oder auf Menschen habe ich keinen Bock? Jörg schiebt an dieser Stelle bewusst ein, dass du das lernen kannst. Wer sich im Führungsalltag sicherer und souveräner fühlen will, findet im Leadership Training REFLECT genau diesen Raum. Und wenn du dich zum Führen grundsätzlich ungeeignet fühlst, hilft dir die Folge über das heimliche Gefühl, zum Führen ungeeignet zu sein.

Love it, change it or leave it

Arne bringt die Idee der Folge auf eine bekannte Formel. Je nachdem, wie ungern oder gern du Führungskraft bist, erlaube dir überhaupt erst einmal die Wahl. Nimm dich ernst. Möchte ich das wirklich nicht? Oder möchte ich das lernen? Und was kann ich tun, damit ich mich in dieser Rolle wohler fühle?

Wenn du merkst, dass du es schon versucht hast, anders darüber nachgedacht, deine Glaubenssätze erkannt und versucht hast, sie zu wandeln, und du kannst es trotzdem nicht leiden, dann erlaube dir, dich dagegen zu entscheiden. Als Unternehmer kannst du jemanden einstellen, der Menschen führt. Auch als angestellte Führungskraft gibt es Möglichkeiten, das anders zu gestalten.

Eine davon ist die Doppelspitze. Arne unterscheidet zwei Rollen einer Führungskraft. Management ist das Design von Prozessen. Führung ist das Führen von und Interagieren mit Menschen. Manche teilen das auf. Wer total Lust auf Prozesse und Strukturen hat, kümmert sich um diesen Teil. Wer total Lust auf Menschen hat, um den anderen. Gibt es diese Möglichkeit bei euch nicht, gibt es sie vielleicht in einem anderen Unternehmen. Gestatte dir im Zweifel, Nein zu sagen und zu gehen, wenn es dir wirklich nicht guttut und du es schon versucht hast.

Was es bedeutet, die eigene Rolle als Führungskraft wirklich anzunehmen, greifen Arne und Jörg auch in der Folge über die Sandwich-Führungskraft auf, in der die Frage fällt, ob du gerne die da oben bist.

Jörgs Erfahrung: Schwierige Gespräche abgeben

Jörg betont, dass es vor allem darum geht, wach dafür zu sein, wie gerne du das machst. Er gibt ein Beispiel aus seiner ersten Gründung. Damals fiel ihm Führung noch nicht so leicht wie heute. Vielleicht fehlte ihm das Handwerkszeug, vielleicht auch die Haltung. Er war dankbar, dass er einen Mitgründer hatte, dem das leichtfiel und der gerne schwierige Themen ansprach. Der war vom Profil her anders strukturiert. Für beide war klar, dass schwierige Gespräche und Verhandlungen bei ihm liegen.

Arne ordnet das als Change ein. Es lohnt sich, diese Option mitzudenken, denn es ist nicht das Ende aller Tage. Es gibt andere tolle Firmen und andere tolle Jobs. Als Unternehmerin oder Unternehmer kannst du andere Menschen befähigen, darum bitten oder die Aufgaben so aufteilen, dass du die Teile übernimmst, die für dich gut funktionieren, und die anderen abgibst.

Führung lieben lernen: Haltung und Handwerk

Und dann gibt es Love it. Du sagst, im Moment ist es noch schwierig für mich, ich mache es nicht gerne, aber ich möchte es gerne und gut machen. Dann geht es für Arne als Allererstes um eine günstige Haltung und ein funktionales Mindset zum Thema Führung. Sei neugierig darauf, wie Menschen ticken. Fang bei dir an. Was treibt dich an? Was sind deine Werte und Motivatoren? Wie reagierst du, wenn es eng wird?

Aus dieser Neugier auf dich selbst entsteht die Neugier auf andere. Du bist ein Mensch mit einem bestimmten Profil, und andere haben ein anderes. Je mehr du darüber lernst und je mehr Interesse du dafür hast, desto besser gelingt dir Führung. Haltung, Bewusstsein und Neugier sind das Fundament. Darauf kannst du das Handwerkszeug lernen, das Jörg angesprochen hat. Führung ist in allererster Linie Kommunikation, und gelingende Kommunikation kannst du lernen. Ein guter Ort dafür ist das Gesprächstraining im DialogLab, in dem du kritische Gespräche gefahrlos ausprobierst.

Jörg gibt dir noch einen Gedanken mit. Mach dich frei von einem idealtypischen Führungsstil. Vielleicht hattest du selbst einmal eine Führungskraft, die richtig gut war, und denkst, so kann ich das nicht. Im Vergleich ziehst du dann immer den Kürzeren. Gestatte dir deinen eigenen Führungsstil. Er kann genauso großartig funktionieren. Nicht jeder Mensch ist gleich und nicht jeder Führungsstil ist gleich, und trotzdem können sie richtig gut funktionieren. Mehr dazu hörst du in der Folge Was ist der richtige Führungsstil?, und wie es gelingt, wenn dich Mitarbeitergespräche eigentlich nerven, in der Folge Mitarbeiter führen, wenn dich Führung nervt.

Wenn du dich für Love it entscheidest, begleitet dich das Führungskräftetraining REFLECT zwölf Wochen lang dabei, deine Haltung und dein Handwerk zu entwickeln. Die Gespräche, die du bisher vermeidest, kannst du im DialogLab vorbereiten. Und wenn in eurem Unternehmen viele Fachkräfte ungewollt in Führungsrollen stecken, lohnt sich eine gemeinsame Führungskräfteentwicklung im Unternehmen, die Management und Führung neu sortiert.

KI-Gesprächstraining

Trainiere schwierige Führungsgespräche mit der KI

Im DialogLab übst du, kritische Themen klar und freundlich anzusprechen, ohne dich dabei wie ein Tyrann zu fühlen.

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