Persönliche Weiterentwicklung: Wie viel trainierst du eigentlich?
Persönliche Weiterentwicklung entscheidet darüber, ob du als Führungskraft oder Unternehmer in eine andere Liga aufsteigst. Diese Folge des Podcast Wirksam führen richtet sich an alle, die ambitioniert unterwegs sind. Wenn du mit deinem Unternehmen oder deiner Abteilung um den Aufstieg spielen willst, wenn du wachsen willst, dann schau dir eine Frage genauer an. Wie ist eigentlich dein Verhältnis von Spielzeit zu Trainingszeit?
In diesem Verhältnis liegt für Arne und Jörg der Schlüssel für eine große Ambition. Deshalb sitzen beide bei der Aufnahme im Fußballtrikot. Arne trägt ein pinkes Deutschland-Trikot, Jörg ein Sondertrikot des VfB Stuttgart, weil der VfB am Abend der Aufnahme gegen Real Madrid spielt. Beide sind große Fußballfans, und das Bild aus dem Sport zieht sich durch die ganze Folge.
Unternehmerischer Erfolg folgt persönlichem Wachstum
Arne und Jörg haben beide die Erfahrung gemacht, dass persönliche Weiterentwicklung der Schlüssel zu unternehmerischem Erfolg ist. Das ist sogar der Claim von MINDSET MOVERS. Unternehmerischer Erfolg folgt persönlichem Wachstum.
Unternehmerischer Erfolg folgt persönlichem Wachstum.
Persönliches Wachstum ist für Arne Trainingszeit. Das ist die Zeit, in der du dir erlaubst, einen Schritt zurückzutreten, zu lernen und zu reflektieren. Was will ich eigentlich? Was muss ich tun, um mich als Unternehmen und als Unternehmer weiterzuentwickeln? Eine zentrale Frage in diesem Schritt zurück lautet, was gerade dein kritischer Engpass ist oder der eures Unternehmens.
Wer dauerhaft nur im Doing steckt, kommt an diese Fragen nie heran. Das Tagesgeschäft füllt jede freie Minute. Gerade deshalb braucht Trainingszeit einen festen Platz. Warum Lesen dabei eine besondere Rolle spielt, besprechen Arne und Jörg in der Folge Leaders are Readers.
Was Führungskräfte vom Spitzensport lernen können
Jörg macht das Bild aus dem Sport konkret. Großartige Spieler und Mannschaften treffen sich nicht einmal in der Woche am Samstag zum Kicken. Sie trainieren. Bei Spitzensportlern, auch in Mannschaften, schauen sich die einzelnen Spieler an, was gerade ihre Themen sind. Unter der Woche trainieren sie genau das, was sie besser machen, optimieren und meistern wollen.
Als Beispiel nennt Jörg Cristiano Ronaldo, einen der größten Spieler aller Zeiten. Er war der Erste auf dem Platz und der Letzte, der ging, weil er noch Sonderthemen trainierte, zum Beispiel Freistöße. Damit er da ist und abliefern kann, wenn es im Spiel darauf ankommt. Er beschäftigte sich mit seinen Herausforderungen und mit den Dingen, die er noch besser machen wollte.
Arne ergänzt eine Geschichte dazu. Als Jugendspieler in Portugal wurde Ronaldo gefragt, warum er nach dem Training noch auf dem Platz steht und einzelne Dinge übt. Seine Antwort war, er wolle sich zu einem Spieler entwickeln, der Spiele allein entscheiden kann. Das ist ihm offensichtlich gelungen. Ronaldo ist dafür bekannt geworden, der Unterschiedsspieler zu sein.
Wie sich Prinzipien aus dem Profisport auf ein ganzes Unternehmen übertragen lassen, vertiefen die beiden in der Folge über eine Unternehmenskultur wie im Profi-Sportclub.
Spielzeit und Trainingszeit als Führungskraft
Für dich als Führungskraft heißt das, deine Ambition ernst zu nehmen. Möchtest du mit deinem Unternehmen oder deiner Abteilung aufsteigen? Möchtest du in einer anderen Liga spielen? Dann schau dir dein metaphorisches Verhältnis von Spiel- und Trainingszeit an. Bist du die ganze Zeit nur im Machen? Oder nimmst du dir ganz bewusst Zeit fürs Bücherlesen, für Seminare und für den Austausch mit Peers? Triffst du dich mit anderen Unternehmern und Führungskräften und besprichst eure Themen?
All das bringt dich voran. Es ermöglicht überhaupt erst den nächsten Schritt. Ein fester Rahmen dafür ist unser Leadership Training REFLECT, in dem du zwölf Wochen lang neben deinem Alltag an deiner Führung arbeitest.
Arne greift einen Gedanken von Jörg auf. Du kannst dich defizitorientiert weiterentwickeln. Dann schaust du hin, was du noch nicht beherrschst, was schlecht läuft und wo du immer wieder an Grenzen stößt. Du kannst dich aber auch stärkenorientiert weiterentwickeln. Was kannst du ohnehin schon gut? Was fällt dir leicht? Wo bist du intrinsisch motiviert, wo hast du Talent? Und wie kannst du darin zum Meister werden? Genau das macht im Sport wie im Business häufig den Unterschied.
Jörgs und Arnes Weg: Seminare, Hörbücher und Mut
Die beiden geben einen Einblick in ihre eigene Entwicklung. Jörg erzählt, dass er sich seit 2014 permanent mit sich selbst beschäftigt, auch mit Themen, die ihn herausfordern. Das erfordert Bereitschaft und Mut. Du musst dich den unangenehmen Dingen stellen, aus der Komfortzone gehen und dich in einem geschützten Rahmen auch verletzlich zeigen. Das ist mein Thema, das ist meine Schwierigkeit, ich brauche Hilfe, ich will mehr darüber lernen.
Arne hat nach eigener Erinnerung 2010 sein erstes Seminar bewusst besucht. Danach ging er praktisch jedes Jahr zu Trainings, Ausbildungen oder Seminaren, weil ihn das gepackt hatte. Er erkannte und lernte Dinge, die er auf sein Leben und seinen Berufsalltag übertragen konnte. Plötzlich waren Ergebnisse möglich, die er vorher nicht für möglich gehalten hatte oder von denen er nicht wusste, dass es sie gibt.
Er hat NLP Practitioner und Master gemacht, sich mit gewaltfreier Kommunikation beschäftigt und massenhaft Bücher gelesen und gehört. Im NLP hat er gelernt, dass sein Wahrnehmungskanal auditiv ist. Deshalb ist er Hörbuchhörer. Seit vielen Jahren nutzt er eine Hörbuch-App und hat Hunderte Hörbücher gehört, zum allergrößten Teil Sachbücher. Immer wieder war etwas dabei, das er auf seine Führungsarbeit und seinen unternehmerischen Erfolg anwenden konnte. Oft war das eine Transferleistung. Die wertvollsten Erkenntnisse waren selten eins zu eins nachbaubar. Sie entstanden durch Reflexion und die Beschäftigung mit dem Gelesenen.
Welche Fehler und Erfolge die beiden auf diesem Weg erlebt haben, erzählen sie ausführlicher in der Folge über ihre Weiterentwicklung als Führungskraft.
Ein Tag im Monat als Minimum
Jörg ordnet realistisch ein. Es ist illusorisch, dasselbe Verhältnis von Training zu Spielzeit zu haben wie ein Fußballer, der fünf Tage die Woche trainiert und ein- oder zweimal liefern muss. Was aber auch nicht funktioniert und sehr häufig der Fall ist, sind 100 Prozent Spiel und 0 Prozent Training. Frag dich also, welche Bereitschaft du an den Tag legen willst, wie viel du trainieren möchtest und in welcher Form.
Arne bringt ein Beispiel aus seiner eigenen Erfahrung. Er war acht Jahre in der Entrepreneurs' Organization. Dort trifft man sich mit seinem Unternehmerforum einmal im Monat für etwa vier bis sechs Stunden, rund zehnmal im Jahr. Die Sommerferien und den Dezember lässt man meist aus. Dazu kommt ein Retreat von einigen Tagen, bei dem die Gruppe gemeinsam verreist und sich mit Inner Work, persönlicher Weiterentwicklung und konzentriertem Austausch beschäftigt.
Das ist für Arne so etwas wie das absolute Minimum, wenn du ambitioniert unterwegs bist. Ein Tag im Monat, der für Training gedacht ist. Rechnet man Bücher, Hörbücher, Podcasts und den regelmäßigen Austausch mit anderen Führungskräften und Unternehmern dazu, kommt einiges zusammen. Er empfiehlt ausdrücklich auch Mentoren, also Menschen, die schon weiter sind. Arne hat sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Menschen anzusprechen, die schon da waren, wo er hinwollte. Viele reden gerne über das, was sie erreicht haben, und teilen, was ihnen gelungen oder misslungen ist. Öffne dich dafür und plane es fest in deinen Kalender ein.
„Dafür habe ich keine Zeit“ gilt nicht
Jörg nennt das häufigste Gegenargument. Ich habe keine Zeit, mir einen Tag im Monat, mehrere Wochenenden oder gar eine ganze Woche rauszunehmen, als Familienvater oder Mutter, und der Berg an Arbeit wird auch nicht kleiner. Die Frage ist, welchen Wert du dem beimisst. Warum „keine Zeit“ fast immer eine Entscheidung ist, hörst du in der Folge Dafür habe ich keine Zeit.
Jörg betont außerdem deine Verantwortung. Wenn dein Unternehmen keine Weiterbildung anbietet oder dich nicht freistellt, dann zahlst du sie eben selbst und nimmst dir Urlaub dafür, wenn es anders nicht geht. Du bist dafür verantwortlich.
Für Trainingszeit gibt es viele Formen. Unsere kostenlosen Webinare sind ein leichter Einstieg. Ein Führungscoaching hilft dir, deinen kritischen Engpass zu finden. Im Führungskräftetraining REFLECT trainierst du über zwölf Wochen gemeinsam mit anderen Führungskräften. Deine schwierigsten Gespräche kannst du im DialogLab trainieren, so wie Ronaldo seine Freistöße, damit du im Ernstfall abliefern kannst. Und wenn ihr als Unternehmen in eine andere Liga wollt, begleitet MINDSET MOVERS eure Führungskräfteentwicklung im Unternehmen und macht aus Training einen festen Teil eurer Kultur. Wer lieber zuerst einzelne schwierige Gespräche übt, startet dort.

